08, Sep 2018

Schützt ein Solariumbesuch vor Sonnenbrand?


Bevor man in den Sonnenurlaub fliegt, ist man geneigt sich noch für ein paar Runden in ein Solarium zu begeben, um die Haut auf die starke Sonneneinstrahlung vorzubereiten. Natürlich möchte man damit Sonnenbrand vorbeugen, doch kann man das?

Experten sagen, dass dies ein grober Irrtum ist. Der Grund ist der Unterschied zwischen der natürlichen Sonneneinstrahlung und der, die man im Solarium erhält. Während in Solarien vorwiegend mit UV-A-Strahlung gearbeitet wird, welche für die Bräunung der Haut sorgt, so fehlt es hier an nötigen UV-B-Strahlen. Diese dienen der Verdickung der Hornhaut und sorgen damit für einen wirksameren Schutz. Ist diese so genannte Lichtschwiele ausreichend ausgebildet, bietet sie einen höheren Schutz vor Sonnenbrand. Doch die kurzwelligen UV-B-Strahlen sind auch für die Entwicklung des Sonnenbrandes verantwortlich und damit außerdem für den erhöhten Risikofaktor für die Entstehung des schwarzen Hautkrebses. Dies ist auch der Grund, weshalb Solarien diese Strahlen, bis auf einen geringen Teil, herausfiltert. Zudem ist die Dosis der UV-A-Strahlen in Solarien um ein Vielfaches höher, als bei natürlicher Sonneneinstrahlung. Dies birgt ein Gesundheitsrisiko in dich, da dies ebenso Hautkrebs verursachen kann. Man setzt den Körper also dabei nur zusätzlich nur noch mehr schädigen UV-Strahlen aus, als man es ohnehin im Urlaub macht.

Man sollte sich also nicht durch die im Solarium entstandene Bräune irreführen lassen. Diese Bräunung bedeutet nicht, dass man weniger Sonnencreme benötigt oder direkte Sonneneinstrahlung kein Problem darstellt. Gerade dieser Irrglaube kann sogar Verbrennungen der Haut zur Folge haben und ein derart schmerzhafter Sonnenbrand verdirbt schnell den Urlaubsspaß.

Wirklich wirkvollen Schutz vor Sonnenbrand bieten dagegen die Mittagssonne zu meiden und eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor zu wählen. Außerdem sollte man sich nicht von Beginn an der direkten Sonne aussetzen, sondern die Haut langsam daran gewöhnen. Hilfreich ist außerdem ein Sonnenhut. Die einzige Ausnahme bilden hier die Menschen, die unter einer Sonnenallergie leiden. Bei dieser Gruppe ist eine langsame Steigerung der UV-Dosis mittels Solarien sinnvoll und Hautausschläge können gemindert werden. Ratsamer ist es allerdings eine UV-Therapie bei einem Facharzt machen zu lassen. Ohne ärztliche Aufsicht können auch hier eigenmächtige Solariumbesuche eher schädigend, als nutzbringend sein.

Als Fazit lässt sich also sagen: Solariumbesuche belasten die Haut auf eine äußerst ungesunde Art und Weise und sollten damit auf ein Minimum reduziert werden. Besser sind hingegen kontrollierte Sonnenbäder.