11, Sep 2018

Welche Risiken gehen von der Brustvergrößerung im Ausland aus?


Die Brustvergrößerung im Ausland ist für viele Frauen sehr reizvoll, weil die Kosten bei Operationen im Ausland deutlich geringer ausfallen. Dem sollte man aber vor einer Entscheidung für den Eingriff im Ausland die Risiken gegenüberstellen – und die sind aus verschiedenen Gründen nicht unerheblich.

Eine Brust-OP im Ausland birgt immer größere Risiken

Die preiswerte Alternative zum Eingriff in Deutschland ist tatsächlich die Operation im Ausland. Allerdings sollten Frauen, die sich für die Brustoperation im Ausland interessieren, auch die Risiken abwägen, die sich aus einer solchen Entscheidung ergeben. Grundsätzlich gilt, dass verschiedene Faktoren das Risiko des Eingriffs im Ausland deutlich erhöhen – das dann die finanziellen Einsparungen schnell relativiert. Allerdings sollte man Eingriffe im Ausland nicht komplett ablehnen. Wichtig ist, dass man vor dem Eingriff genaue Informationen über die Klinik wie auch den behandelnden Arzt und die Nachsorge einholt.

Pauschalangebote bergen Risiken

Die Gefahr, dass man durch eine Brustoperation im Ausland gesundheitliche Schäden – teilweise auch dauerhaft – davonträgt, sind hoch. Besonders riskant sind dabei Pauschalangebote, die aus osteuropäischen Ländern kommen. Hierher werden Patienten teilweise mit zweifelhaften Sonderangeboten gelockt. Auf Sicherheit wird dabei weniger gesetzt und Nachsorgebehandlungen sind in diesen Pauschalangeboten nicht enthalten. Um die Kosten für den Eingriff gering zu halten, sind diese Angebote auf den Eingriff selbst beschränkt. Das heißt, dass die Patientin direkt nach der Operation wieder die Heimreise antritt, ohne dass eine medizinische Nachbehandlung erfolgt. Mögliche Komplikationen werden meist zu spät erkannt und behandelt – mit gesundheitlichen Folgen. Auch die Ergebnisse der Pauschalangebote lassen häufig zu wünschen übrig und ungleiche Brüste, Verschiebungen der Implantate und Verformungen, die in Deutschland kostspielig korrigiert werden müssen, sind keine Seltenheit. Reklamationen beim behandelnden Mediziner im Ausland sind in der Regel ausgeschlossen und auch die Möglichkeiten von Nachuntersuchungen durch den behandelnden Arzt im Ausland bleiben natürlich aus.

Ein weiteres hohes Risiko geht von Verständigungsproblemen aus

Wichtig für eine erfolgreiche Brustoperation ist auch eine gute Verständigung im Beratungsgespräch. Diese Verständigung ist aber durch Sprachbarrieren bei im Ausland ausgeführten Operationen nicht gegeben. Üblicherweise werden in den Kliniken einheimische, aber eben keine deutschsprachigen Ärzte, beschäftigt. Kaum ein heimischer Chirurg verfügt aber über ausreichende deutsche Sprachkenntnisse, um eine Patientin in adäquater Form über die Operation und ihre Folgen ausreichend zu informieren. Zudem werden bedingt durch die Verständigungsprobleme auch Vorerkrankungen, die die Risiken für den Eingriff möglicherweise erhöhen oder die Erfolge reduzieren oder sogar die Gesundheit gefährden, nicht geführt. Weiterhin kann kein ausreichendes Aufklärungsgespräch mit dem Arzt über Besonderheiten beim Eingriff und sonstige wichtige Fragen geführt werden. Zu viele wichtige Fragen bleiben so ungeklärt, wenn die Patientin sich in die Hände des Chirurgen begibt.